Abzweigungen und Kreuzungen der Reichsautobahn – Teil 1

Die Bennenung von Abzweigungen (meist Autobahndreiecken) der Reichsautobahnen erfolgte häufig nach dem Namen der Stadt oder (seltener) Region, in welche die abzweigende Autobahn führen sollte. Bei den Autobahnkreuzen wurde hingegen überwiegend der Name des nächstgelegenen Ortes verwendet. Heute wird in der Regel der Name der Kommune verwendet, auf welchem sich Autobahndreieck oder Autobahnkreuz befinden. Bezeichnungen nach der Region sind aber auch anzutreffen.
Es gab noch viele weitere Überlegungen und Planungen. Vorgestellt sind in dieser kurzen Übersicht nur die in Bau befindlichen und (teilweise) fertiggestellten RAB Autobahnkreuze und -dreiecke.


Eutiner Abzweig

Von der Verlängerung der Reichsautobahn Hamburg – Lübeck in Richtung Travemünde zweigte hier eine 1,8 Kilometer lange Stichstrecke in Richtung Eutin ab. Mit dem Weiterbau der A 1 in Richtung Norden und dem Neubau der A 226 wurde dieser Knotenpunkt zurückgebaut.

Sonderquerschnitte der Reichsautobahn


Berliner Abzweig

Auch als Autobahn-Kreuzungsstelle Hamburg-Ost oder Barsbütteler Knoten benannt.

Kreuz Hamburg-Ost A 1 / A 24


Bremer Abzweig

Nach der Fertigstellung – oben führt die Autobahn nach Bremen, links Richtung Hannover und rechts nach Hamburg die enge Kehre und die anschließende Richtungsfahrbahn wurden nach Erweiterung des Knotenpunktes zurück gebaut
rechts unten Alter Postweg in Seevetal

Das Horster Dreieck verbindet als Teilknoten die Bundesautobahn A 1 und A 7. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Maschener Kreuz (zwei Teilknoten) mit der A 39 (früher A 250)


Osnabrücker Abzweig

Vor dem Bau des heutigen Bremer Kreuzes A 1 / A 27 bestand als Verbindung zwischen der Blocklandstrecke (Strecke 13) und der Strecke 15 Bremen – Hamburg lediglich die Rampe Hamburg – Bremen-Burgdamm, auch als „Oytener Knie“ bezeichnet.
Bilder von Bau und Betrieb sind leider nicht bekannt. Die Allierten haben 1946 ein Luftbild aufgenommen.


Falkenberger Abzweig

In Pommern sollten die Strecke 103 in Richtung Vietz an die Strecke 55 Stettin – Bärwalde angeschlossen werden. Umfangreiche Erdarbeiten sind noch heute zu entdecken.


Stettiner Abzweig

Der Berliner Ring verband sich hier mit der Autobahn nach Stettin. Nach umfangreichem Neubau sind hier im Dreieck Barnim A 10, A 11 und B 2 miteinander verknüpft.

27. Treffen in Erkner 14. – 16. September 2012


Ost AbzweigLausitzer Abzweig

Knotenpunkte des Berliner Rings A 10 mit den Autobahnen A 12 im Dreieck Spreeau,
bzw. A 13 und A 113 im Schönefelder Kreuz.
Die Abzweigungen am Berliner Ring waren auch eine Art Versuchsfeld, welche Art von Dreiecksform und deren Bauart die bessere wäre. Bei genauer Betrachtung fällt auf, daß jedes Dreieck anders ausgeführt wurde. lediglich Spreeau und Stettiner Abzweig haben eine vergleichbare Bauausführung.

4. Treffen in Rangsdorf 12. – 13.05.2001


Avus Abzweig

Berliner Ring A 10 zur AVUS A 115

A 10  A 115 Dreieck Nuthetal


Leipziger Abzweig

Autobahndreieck mit früherer Steilkurve am Berliner Ring – Strecke nach München. Die Steilkurve wurde nach kurzer Zeit zurückgebaut, da sie viele Verkehrsteilnehmer überforderte, andere zu stark erhöhten Geschwindigkeiten verleitete, letzlich auch unfallträchtig wurde.
Heute Dreieck Potsdam A 9 / A 10

A 10  Der Berliner Autobahnring


Brandenburger Abzweig

Autobahndreieck des Berliner Rings mit der Autobahn nach Westen. Hier wurde sehr früh der Radius vergrößert, da er viel zu klein war.
Heute Dreieck Werder A 2 / A 10.


Autobahnkreuz Köln-Süd

Knotenpunkt der Reichsautobahn Strecke 91 Aachen – Köln(-Heumar) und der Kraftwagenstraße Köln – Bonn (- Mehren Strecke 114)
Kreuz Köln-Süd A 4 / A 555


Aachener Abzweig

Dreieck Heumar A 3, A 4 und A 59 – ab Januar 2022 im Umbau


Leverkusener Kreuz

Ursprünglich mit Verteilerkreis – nun Kleeblatt Kreuz Leverkusen A 1 und A 3 – weiterer Umbau in Vorbereitung.


Kamener Kreuz

A 1 A 2  Fertigstellung Kamener Kreuz


Soester Abzweig

Aufgegebenes und teilweise zurückgebautes Autobahndreieck an der heutigen A 2. Abzweig der Ruinenstrecke in Richtung Kassel.

2. Treffen in Hamm-Süddinker 26. – 27.05.2000
Strecke 77  Autobahnruine bei Hamm/Westfalen


Hannover-West

Die heutige A 2 sollte hier bei Betriebskilomter 235,94 die Westumfahrung von Hannover (Strecke 24) überführen. Das Kreuzungsbauwerk wurde 1979 entfernt. Heute findet sich hier eine Fußgängerunterführung.


Kasseler Kreuz

Die beiden Widerlager wurden noch zu RAB Zeiten errichtet. Der Weiterbau der Autobahn in Richtung Eisenach erfolgt an anderer Stelle. Heute Dreieck Kassel-Süd A 7 und A 44


Hersfelder Abzweig

Kirchheimer Dreieck A 4 / A 7


Fuldaer Abzweig

Umbau des Hattenbacher Dreiecks A 5 / A 7


Spreewalder Abzweig

Der Knotenpunkt der Autobahnen Berlin – Dresden und Berlin – Cottbus (-Breslau) wurde von 1940 bis 1962 teils einbahnig im Gegenverkehr mit Niveaubegegnungen betrieben.
Heute Dreieck Spreewald A 13 / A 15


Leipziger Abzweig

Dreieck Nossen A 4 / A 14


Bautzener Abzweig

Fotograf Ing. Arnold Archiv Landesamt für Straßenbau und Verkehr Sachsen

Dreieck Dresden-Nord A 4 / A 13


Bunzlauer Abzweig

An der Autobahn Berlin – Breslau gab es in Richtung Dresden lediglich eine aufgeschüttete Rampe. Der an gleicher Stelle heute unter Verkehr befindliche neue Knotenpunkt Węzeł autostradowy Krzyżowa (Lichtenwaldau) verbindet die polnischen Autobahnen A4 und A18.



Teil 2 in Vorbereitung


Die heutigen Bezeichnungen wurden dem Autobahnverzeichnis 2016 der Bundesanstalt für Straßenwesen (Verkehrstechnik Heft V 273) entnommen.

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